Ehrung für Trudi Marter –
60 Jahre lang beim TB Wyhlen dem Turnen gedient
Mit Trudi Marter (geb. Ebner) wurde bei
der Jahresfeier des Turnerbundes eine Frau geehrt, die, ohne viel Aufhebens
um ihre Person zu machen, in der Gemeinde Grenzach-Wyhlen allseits bekannt ist
und sich großer Wertschätzung und Beliebtheit erfreut. In den 40er-
und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts allgemein als „Tante Trudi“
bekannt, hat sie im ehemaligen katholischen Kindergarten in der Rheinstraße
in Wyhlen und im Kindergarten in Grenzach über 22 Jahre lang in der Erziehung
zahlreicher Kinder mitgewirkt und diese für ihr weiteres Leben geprägt.
– In jungen Jahren fand die Jubilarin Gefallen am Gerätturnen und
im Trio mit Paula Müller (geb. Gebrath) und Dorle Casper (geb. Boschert)
machte sie den Turnerbund im Markgräfler-Hochrhein-Turngau bekannt. Ihre
Mission aber galt, und dies bis heute, der Gemeinschaft. Schon mit 15 Jahren
war Trudi Turnwartin für Schülerinnen und übte dieses Amt 20
Jahre lang von 1944 – 1964 aus. Sie pausierte dann wegen der Geburt ihrer
Tochter Birgit ein Jahr lang und setzte dann diese ehrenamtliche Tätigkeit
von 1966 – 1986 aus, also weitere 20 Jahre fort. Daneben übte die
Geehrte das Amt der Frauenturnwartin 1954 und von 1958 – 1964 aus. Als
Beisitzerin in der Vorstandschaft des Turnerbundes 1957 – 1958 und ab
1989 – 2002 trug Trudi mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen mit zum Vereinsgeschehen
bei. Zwei Jahre lang engagierte sie sich als Leiterin der Seniorenabteilung
und von 1989 – 1993 im Wirtschaftsgremium. Seit 1993 bis heute sorgt sie
sich um das vereinseigene Turnerheim. – Unvergessen bei den älteren
Mitgliedern des Vereins sind und bleiben ihre schauspielerischen Leistungen
bei den Theaterstücken, die bei Jahresfeiern in der Hebelschule aufgeführt
wurden und für Beifallstürme sorgten.
Seit 1969 ist Trudi Marter Ehrenmitglied im Turnerbund und hat alle Ehrungen,
die der Verein zu vergeben hat, erhalten. Darüber hinaus wurde sie mit
der Gauehrennadel des Turngaues und der DTB-Ehrennadel ausgezeichnet.
Es ist schon bezeichnend für unsere Trudi, die die Hälfte des Zeitraumes
seit Bestehen des Turnerbundes diesem mit Vehemenz gedient hat und ihm treu
geblieben ist, dass sie neben der Sorge und Pflege um ihren Mann Hans nie ihren
Humor und ihre Hilfsbereitschaft verloren hat. Die Einmaligkeit und Verdienste
des Menschen „Trudi Marter“ verdient, neben Dank und großer
Wertschätzung, eine noch größere Anerkennung. Überlegungen
für eine ganz besondere Ehrung über Verein und Verband hinausgehend,
würde eine entsprechende Außenwirkung erzielen.
Rudi Müller